Aufwachsen im digitalen Alltag

Zu einer Informationsveranstaltung für Eltern und Angehörige hatte die AOK Direktion in die Attenkofer-Akademie eingeladen. Maximilian Schwarzkopf (Foto), Therapeut bei „neon“ – Prävention und Suchthilfe Rosenheim, erläuterte in seinem Vortrag, wie ein aufmerksames und wertschätzendes Miteinander in der Familie vor Mediensucht und den damit verbundenen Gesundheitsschäden schützen kann. Dazu zählen verzögerte Sprachentwicklung, kognitive sowie sozial-emotionale Defizite oder eine geschwächte Eltern-Kind-Bindung.

Im regen Austausch mit den Teilnehmenden gab Schwarzkopf Tipps, um Kindern und Jugendlichen Grenzen aufzuzeigen und sie mit Verständnis und auch als Vorbild durch den digitalen Alltag zu begleiten. So nannte der Referent als Richtlinie unter anderem die 3-6-9-12-Regel: Bis zum dritten Lebensjahr empfehlen Experten, ganz auf den Bildschirm zu verzichten, vor dem sechsten Lebensjahr sollte das Kind keine Spielkonsole besitzen, bis neun Jahre kein eigenes Smartphone und bis zwölf nicht unbeaufsichtigt mit Computer und Internet umgehen.

Weiterer Kooperationspartner des Abends war der Landkreis Straubing-Bogen, vertreten durch Landrat Josef Laumer und Koki, dem Netzwerk frühe Kindheit. Evelyn Jurgasch, Marina Luginger und die medienpädagogische Präventionskraft Doris Giesa präsentierten ihr Beratungs- und Schulungsprogramm. Markus Kiefl, AOK-Beiratsvorsitzender und AOK-Teamleiter Markus Schuirer brachten die Anliegen der Gesundheitskasse auf den Punkt: Gezielte Angebote für Eltern und Kinder fördern frühzeitig die Gesundheits- und Medienkompetenz und leisten einen wichtigen Beitrag zur Prävention. 

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