Drei Freunde und engagierte Christen aus dem Rottal waren in der Attenkofer Akademie zu Gast, um ihr gemeinsames Buch „Stehenlassen und weitergehen“ einem zahlreichen Publikum vorzustellen. Peter Wolfrum (69) ist evangelisch, Richard Stieglbauer (57) katholisch und Fred Haller (58) gehört einer Freikirche an.
Sie waren zwischen Ostern und Pfingsten 2024 auf dem Franziskusweg in Italien unterwegs. Dieser führt von Florenz über La Verna und Assisi bis nach Rom. Sechs Etappen davon, etwa 110 Kilometer in Umbrien, mit einem Tag Aufenthalt in Assisi, pilgerten die Männer. Sie haben keinen typischen Reisebericht verfasst mit Tipps für Ausrüstung, Sehenswürdigkeiten oder Übernachtungsmöglichkeiten, sondern lassen Anteil nehmen an „der Glaubenswurzel, die uns eint“. So formulierten sie in der Attenkofer Akademie ihre Gedanken über Gebet, Abendmahl und Eucharistie.
„Wir waren keine Power-Pilger, sondern haben immer wieder innegehalten und uns ausgetauscht“, erklärte Fred Haller. In eindrucksvollen Bildern zeigten sie Stationen des Weges auf den Spuren des heiligen Franz von Assisi, dessen 800. Todestag sich im Oktober gejährt hat: malerische Landschaften, Olivenhaine, historische Plätze, Kapellen und Kirchen. „Im Gegensatz zum Wandern hat das Pilgern einen religiösen Hintergrund. Es ist auch keine Wallfahrt, wo das Ziel im Vordergrund steht“, sagte Peter Wolfrum. Und Richard Stieglbauer ergänzte: “ Bei uns waren das Naturerlebnis und die Glaubensgespräche im Mittelpunkt. Stehenlassen und weitergehen heißt, wir akzeptieren die Unterschiede im Glauben und besinnen uns auf die Gemeinsamkeiten“. Nachzulesen ist all das in ihrem 192 Seiten starken Buch über diese ökumenische Pilgerreise.